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Diesen Warenkorb bescherte uns das
ausserordentliche Gartenjahr 2006. |
...die
Natur walten lassen
Berichte über vergammelte und vergiftete
Lebensmittel, immer wieder und in allen Medien, verleiden uns die
Freude am Essen. Wir wollen aber mit gutem Gewissen gegenüber der
Umwelt, mit gesunden Rohstoffen bereitete Gerichte, lustvoll geniessen
können. Zum Glück haben wir einen Garten der gross genug ist, über
unseren Eigenbedarf hinaus Früchte und Gemüse anbauen zu können,
ohne der Natur "nachzuhelfen" . Die Wahl der richtigen
Sorten, die Kombination von Arten die sich mögen, mit statt gegen den
Mond gärtnern und akzeptieren, dass nicht jedes
Gartenjahr ein Superjahr sein kann: So wachsen Zutaten für köstliche
Gerichte! Mit Grossmutters vielfältigen Methoden verarbeiten und
konservieren wir das, was wir nicht gleich verwerten können, für die
Zeit, wo es nichts zu ernten gibt. Weil Gartenfreunde sich immer
finden , und unser Ruf als Allesverwerter mit den Jahren im halben Tal gehört
worden ist, bringen uns immer mehr Freunde die nach den
gleichen Grundsätzen gärtnern, auch ihren Überschuss zum
Verarbeiten. Dabei fliesst kein Bargeld, wir
sind eine reine Tauschgesellschaft! |
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Der
wunderschöne Basilikum für unser Pesto wächst, auf zwei Seiten von
Bruchsteinmauern geschützt, am sonnigsten Platz unseres Gartens.
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Hausgemachtes
..unterscheidet sich von Industrieprodukten
mit immer und ewig gleichem, uniformiertem Geschmack,
durch den eigenen Charakter jedes Loses das wir verarbeiten.
Nicht jedes Jahr begünstigt das Reifen aller Gartenfrüchte
gleich; da gibt es grosse Unterschiede. Das Jahr 2006
bescherte uns ausgesprochen wüchsiges Wetter für Baumfrüchte und
Gemüse. Auch Petrus
blieb gnädig, im Herbst 2006; vom Traubengut, das uns die Wespen
übrig liessen, brannte ich einen wunderschönen Grappa. 2007
brachte wiederum eine jeder Beziehung erfreuliche Traubenernte.
2008 hingegen war eine miserables Gartenjahr. Und auch die
Traubenernte reichte gerade um Konfitüre und Saft herzustellen.
Keinen Grappa also, der das Erntejahr 2008 riechen und schmecken
lässt. Dafür zum ersten mal ein KIWI-Schnaps der im Keller am
Reifen ist.
Auch
die Experimentierfreudigkeit des Konservators ist gewissen Produkten
anzumerken. Das gilt vor allem für die verschiedenen Sossen und die
eingelegten Wald- und Gartenfrüchte. Da kann ein Los durchaus milder oder
pikanter ausfallen als das letzte. Wir finden, so soll es sein. Uniformes kann
man bei Nestlé kaufen. |
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Garten- und
Heil- und Teekräuter
...die auf unserem eigenen
Grundstück wachsen:
Lauch, Schnittlauch,
Knoblauch, Bärlauch, Zwiebeln, Paprika, Basilikum, Rosmarin, Bohnenkraut, Thymian,
Majoran, Origano, Estragon, Salbei, Dill, Koriander, Fenchel, Petersilie
gekraust und glattblättrig, Liebstöckel, Schnittsellerie, Meerrettich,
Boretsch (Gurkenkraut),
Rauke (Rucola), Kapuzinerkresse, Lorbeer, Currykraut, Zitronen-Melisse,
Pfefferminze, Grüne
Minze, Kamille, Lavendel, Ringelblumen, Stiefmütterchen, Wermut, Hagebutten, Zitrone.
...oder
in Wald und Wiese in unserem Tal:
Kerbel, Tannenschösslinge,
Löwenzahn, Brennessel, Katzenschwanz, Beifuss, Beinwell, Waldmeister,
Frauenmantel, Schlüsselblume, Gänseblümchen, Arnika, Johanniskraut, Malve,
Spitzwegerich, Mauerpfeffer (Tripmadam), Lindenblüten, Eisenkraut Während
der Saison verwenden wir alle Kräuter frisch geerntet, sei's zum Würzen, für einen Tee oder als Heilkraut. Für den Vorrat wird getrocknet, ausgezogen
und in Öl eingemacht. |
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Pilze
Es soll Leute geben denen
Pilze eine Allergie auslösen. Bei Sonja lösen sie Jahr für Jahr die immer
gleiche Ruhelosigkeit aus. Sie träumt von Pilzen und erwacht in aller
Herrgottsfrühe, an fungiphiler Bettflucht leidend. Mit mir als halb wachem
Pilzputz und Korbschlepper im Schlepptau erschnüffelt sie die Funghi in den
steilsten Högern drin. Wir
(wir, denn Putzen und Heimtragen ist ja auch was) sammeln nach vielen Lehrjahren
- die nie zu Ende sind - zum sofort geniessen, oder zum Trocknen, oder zum
Einfrieren, oder zum Einmachen: Sommer-
und Herbst-Steinpilz, Hexenröhrling, Maronenröhrling, Rotfussröhrling,
Birkenpilz, Rotkappen, Ziegenlippe, Violetter Rötelritterling, Perlpilz,
Parasol, Wiesenchampignon, Schopftintling, Frauentäubling, Speisetäubling,
Eierschwamm, Flaschenstäubling, Bovist, Speise- und Spitzmorchel.
Einmal, einmal nur, ging auch einer meiner Wachträume in
Erfüllung: Dass die Morcheln gleich im eigenen Garten wachsen.
Gefunden hat sie natürlich Sonja. |
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"hausgemacht" sind auch
die
Geschichten in Briefform,
die ich für Emanuel geschrieben habe. |
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